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© Sarah Friedland

Sarah Friedland

  • Fellows 2021
  • Choreografin und Filmemacherin aus New York (USA)
  • Kooperationspartner: Wen Hui und Eiko Otake

Sarah Friedland Eiko Otake

Cinematographer: Gabe C. Elder © Sarah Friedland


Sarah Friedland ist eine Choreografin und Filmemacherin, die an der Schnittstelle von bewegten Bildern und bewegten Körpern arbeitet. Durch hybrides, tänzerisches und experimentelles Filmemachen, Mehrkanal-Videoinstallationen und ortsspezifische Live-Tanzperformances inszeniert und skriptet sie Körper und Kameras im Konzert miteinander, um die unentdeckten, verkörperten Muster des sozialen Lebens und der Körperpolitik zu erhellen und zu destillieren. In einem Forschungsprozess, der vorgefundene Bewegungen, Gesten und Haltungen aus Kino- und Archivmaterial, verkörperte Erinnerungen und zeitgenössische Tanzsprachen integriert, choreografiert sie durch Praktiken der Befragung, des Pre- und Re-Enactments, der Adaption und des Improvisationsspiels und formt Tänze mit unterschiedlichen Gemeinschaften von Performern und Bewegern - von professionellen Tänzern bis hin zu Gruppen von Senioren und Teenagern.

Sarah arbeitet über einen Zeitraum von 14 Monaten mit den bewegungsbasierten interdisziplinären Künstlern Wen Hui und Eiko Otake zusammen. Während dieser Zeit werden sie sich alle zwei Monate für insgesamt acht Gespräche digital treffen. Durch ihre Zusammenarbeit möchte Sarah ihre Untersuchung der Beziehung zwischen verkörperter Erinnerung, Choreografie und nicht-fiktion-alen Filmpraktiken erweitern. Während ihrer Diskussionen werden sie sich mit Fragen wie: „Wie existiert das verkörperte Interview sowohl als tänzerische Praxis als auch als performative Form?“, „Wie inszeniert die Kamera Duette zwischen Körpern und Orten?“.

„An application that resounded with the Pina Bausch Fellowship’s 2021 briefing - that is - an online fellowship! The jury was inspired by Sarah’s commitment to expanded cinema practices. The jury was unanimous in Sarah’s choice of co-partners and the confidence she showed in her craft and the use of her co partner’s time and expertise.“
- Aus der Jury-Begründung