Aida Rodriguez Cover Foto
Ⓒ Jenni Koller

Aida Rodríguez

  • Fellow 2025
  • Künstlerin, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Aktivistin aus Caracas, Venezuela
  • Kooperationspartner: Miguel Alejandro Castillo (New York City, USA)

Aida Rodríguez
Miguel Alejandro Castillo

Aida Rodríguez (Tata) ist Künstlerin, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Aktivistin. Sie wurde 1932 in Cunaviche, Venezuela geboren – und wurde im Alter von 88 Jahren Tänzerin. Für sie ist Tanz eine Möglichkeit, Gefühle auszudrücken und sich mit ihrer Umgebung zu verbinden. Durch Authentic Movement und Kontaktimprovisation verliert sie jedes Zeitgefühl – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen zu einem lebendigen Moment. Wenn sie tanzen kann, ist alles möglich.

Während ihres Fellowships arbeitet sie mit ihrem Enkel – dem Tänzer und Choreografen Miguel Alejandro Castillo – zusammen. Gemeinsam erforschen sie Authentic Movement, Kontaktimprovisation, Schreiben und Gebet. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Aida, ihr Verständnis von Alter, Vergänglichkeit und den Zyklen des Lebens zu vertiefen. Sie möchte durch ihren Körper die Sprache der Natur erkunden – auf der Suche nach einer tieferen Verbindung mit den Rhythmen der Erde, der Weisheit der Bäume und dem stillen, unausweichlichen Fluss der Zeit.

"Wir wurden auf erfreuliche Weise daran erinnert, dass Tanz keine elitäre Praxis ist, die bestimmten Körpern oder Altersgruppen vorbehalten ist – Aidas Bewerbung war eine der erfrischendsten des gesamten Auswahlprozesses. Wagemutig, träumerisch und geprägt von einem tiefen Verständnis von Tanz und davon, warum wir tanzen müssen. Ein sanfter Verweis auf andere mutige Tanzprojekte – wie Pina Bauschs Vermächtnis mit Produktionen wie 'Kontakthof' und dem kommenden Remake 'Kontakthof – echoes of ‘78', bei dem ältere Körper im Mittelpunkt stehen. Tanz ist dieses mystische, menschliche Phänomen - etwas, das uns von Geburt an begleitet und das wir sowohl in der Jugend als auch im Alter instinktiv als Reaktion auf Rhythmus und Bewegung ausüben."
- Aus dem Jury-Statement