Fellowship

Pina Bausch beim Training
© Pina Bausch Foundation; Fotograf Walter Vogel

„Es geht nicht um Kunst, auch nicht um bloßes Können. Es geht um das Leben, und darum, für das Leben eine Sprache zu finden.“
- Pina Bausch

Eine Sprache für das Leben finden – an dieses künstlerische Credo von Pina Bausch knüpfen die Kunststiftung NRW und die Pina Bausch Foundation seit 2016 mit einem gemeinsam entwickelten Stipendienprogramm an und vergeben das Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography.

FELLOWSHIP 2022


Keep on Moving

Seit Anfang 2020 stellen die anhaltenden Beschränkungen für persönliche Begegnungen und internationale Reisen eine Herausforderung für das Pina Bausch Fellowship dar, das sich hauptsächlich auf den internationalen Austausch und den direkten Kontakt zwischen den Stipendiat*innen und ihren Kooperationspartner*innen konzentriert. Daher wurde 2021 ein digitales Stipendium ausgeschrieben.

Im Jahr 2022 wird das Pina Bausch Fellowship wieder persönliche Begegnungen fördern. Aufgrund der Möglichkeiten, die digitale Formate bieten, wird das Fellowship ab sofort ein breiteres Spektrum an Formaten unterstützen: neben den internationalen Stipendienreisen werden auch lokale, virtuelle und hybride Formate gefördert. Damit passt sich das Fellowship an die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Bewerber*innen an. Der Gestaltungsfreiraum ermöglicht passende Kooperationsformate um ihre einzigartige künstlerische Handschrift zu entwickeln.

Interessierte Bewerber*innen können sich mit einem Kooperationsformat vom 1. Februar bis zum 31. März 2022 bewerben. Die Bewerbung sollte auf einer realistischen Einschätzung ihrer Umsetzung basieren. Die Bewerber*innen bewerben sich mit selbst gewählten Kooperationspartner*innen, deren künstlerische Arbeit sie interessiert bzw. mit denen sie gerne zusammenarbeiten möchten.

GEFÖRDERT WERDEN


2022 werden verschiedene Kooperationsformate gefördert, die vor Ort und/oder virtuell stattfinden, zum Beispiel:

- Kooperationen mit wegweisenden Institutionen der Tanz- und Choreografieausbildung,
- Kooperationen mit Ensembles oder Choreograf*innen, oder
- Ein Studium von Tanztechniken mit wegweisenden Persönlichkeiten

Die verschiedenen Formate ermöglichen es den Stipendiat*innen, neue Erfahrungen zu sammeln und neue Einflüsse für ihre künstlerische Arbeit zu gewinnen. Das Kooperationsformat wird eigenständig mit den Kooperationspartner*innen geplant und realisiert. Die Gestaltung des individuellen Stipendienformats ist der Kreativität der Bewerber*innen und ihrer Kooperationspartner*innen überlassen. Jede*r Bewerber*in muss selbstständig eine*n mögliche*n Kooperationspartner*in kontaktieren und sich die Zusammenarbeit für den jeweiligen Zeitraum durch einen Letter of Intent bestätigen lassen.

Übersicht der bisherigen Kooperationspartner*innen.

Download Informationen für Kooperationspartner

ALLGEMEINE INFORMATIONEN


Das Pina Bausch Fellowship ist keine Projektförderung und zielt nicht auf eine Stückentwicklung ab.

Die Stipendien werden mit zwei Fördermodellen gefördert. Ein Vollzeitstipendium (ab 21 Stunden/Woche) wird mit 2.500 € pro Monat gefördert, ein Teilzeitstipendium (20 Stunden/Woche oder weniger) mit 1.000 € pro Monat. Die Reisekosten müssen von den Bewerber*innen selbst kalkuliert und im Antragsformular angegeben werden. Diese Reisekosten sollten die An- und Abreise zum Stipendienort, Reisen während des Stipendiums sowie einen zweimaligen Besuch in Wuppertal (Einführungswoche + Abschlusswoche) abdecken. Die Einführungswoche 2022 findet vom 29. August bis zum 4. September 2022 statt. Die Gesamtfördersumme für alle in 2022 vergebenen Stipendien beträgt 30.000 € und wird unter den erfolgreichen Bewerbungen aufgeteilt. Die Reisekosten werden zusätzlich zu den monatlichen Fördersummen gezahlt.

Das Stipendium wird international ausgeschrieben und richtet sich an Einzelkünstler*innen aus den Bereichen Tanz und Choreografie. Bewerben können sich Tänzer*innen und Choreograf*innen, die die persönlichen Voraussetzungen erfüllen.

PERSÖNLICHE VORAUSSETZUNGEN


Für Tänzer*innen

  • Abschluss einer Tanzausbildung an einer Hochschule/Akademie und/oder zwei Jahre Berufserfahrung in einem etablierten Ensemble

Für Choreografen*innen

  • eigenverantwortliches Erarbeiten von mindestens einer Produktion mit öffentlichen Aufführungen im Verlauf der vergangenen drei Jahre

    Es gibt für Bewerber*innen keine Alterbeschränkungen.


    Erforderlich für die Teilnahme am Stipendium sind Grundkenntnisse der englischen Sprache. Der Austausch zwischen den Stipendiat*innen, die Vorstellung des Projektvorhabens, öffentlichkeitswirksame Formate, sowie die organisatorische Abwicklung des Stipendiums (z.B. E-Mailkontakt, Organisation etc.) erfolgen ausschließlich in englischer Sprache.

    Wie kann ich mich bewerben?