David Pupiales

Interdisziplinärer indigener Künstler der Quillasinga-Gemeinschaft, Künstler und Kunsthandwerker des Karnevals der Schwarzen und Weißen (Carnaval de Negros y Blancos) in Pasto, Nariño, Kolumbien.
Er hat einen Master in Bildender Kunst der Fakultät für Kunst der Universidad de Nariño mit ausgezeichneter Abschlussarbeit und arbeitet als Künstler, Kulturmanager und Forscher im Bereich zeitgenössischer und indigener Kunst. Derzeit ist er als freischaffender indigener Künstler tätig.

Als interdisziplinärer Künstler bewegt sich seine Arbeit zwischen Bildender Kunst und Darstellender Kunst.
Im Bereich der Bildenden Kunst arbeitet er mit Performance, experimentellem Video, Fotografie und ethnografischer Forschung.
Im Bereich der Darstellenden Kunst war er tätig im Teatro Experimental de Obonuco als Co-Direktor, Techniker für Licht und Ton und Schauspieler.
Im Tanzbereich war er fünf Jahre lang Tänzer im Folkloreballett der Universidad de Nariño, vier Jahre in der zeitgenössischen Tanzkompanie Tatambud Danza, drei Jahre Tänzer in der Theater-Tanz-Kompanie Pies de Sol in Bogotá (Kolumbien) sowie mehr als acht Jahre Direktor, Choreograf, Forscher und Tänzer an der Tanzschule Renacer. Derzeit ist er Direktor, Choreograf, Forscher und Tänzer der Kompanie Danzantes del Sur.

Seine künstlerische Arbeit in den verschiedenen Kunstbereichen konzentriert sich auf die Forschung zu indigenem Wissen der Quillasinga-Gemeinschaft von Obonuco, wo er unabhängige ethnografische Studien durchführt.
Seine Werke wurden u. a. gezeigt:
– in Panama beim Tribal Gathering,
– in Bogotá im Museum für Zeitgenössische Kunst (Proyecto Tesis 2017, ausgezeichnet mit einer Ehrenurkunde),
– in Manizales in der Allianz Française (Exposición colectiva: Pa’ gozar: Relatos visuales en torno al carnaval, 2018),
– in Pasto im 5. Kunstsalon San Juan de Pasto (Onomástico San Juan de Pasto, 2016, Video-Installation El Danza-nte, Ehrenurkunde),
– Gewinner des 1. Platzes in der Fotoausstellung „Mascarada de Fuego“, Universidad de Nariño (2017),
– 1. Platz im Universitätskarneval Cantos de Semilla, Universidad de Nariño (2018),
– 1. Platz in der Kategorie Tanz (professionell) bei der VII Interkontinentalen Biennale für indigene, uralte und traditionelle Kunst, Peru (2018).


Seine Arbeit als darstellender Künstler wurde in Kolumbien und Peru präsentiert. Zurzeit bereitet er eine Publikation im Rahmen des Forschungsnetzwerks Cuerpo, Danza y Movimiento vor, das die Dokumentation des IV. Nationalen Forschungskongresses für Tanz übernimmt.

Seit fünf Jahren ist er mit der Kulturbehörde von Pasto verbunden, wo er im Bereich Tanzbildung tätig ist. Er gibt Unterricht und Workshops in indigenen und ländlichen Gebieten rund um Pasto und fördert Tanz als Mittel traditioneller, autochthoner und kultureigener Ausdrucksformen.

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